31
Dez
2023
Silvesterkonzert
Gewandhaus zu Leipzig
15:00 Augustuspl. 8, 04109 Leipzig
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Abigeila Voshtina
Violine
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Pietro Mascagni: Cavalleria Rusticana, Intermezzo

„Cavalleria Rusticana ist eine sizilianische Bauernoper, die am 17. Mai 1890 in Rom uraufgeführt wurde. Die Oper erhielt den 1. Preis bei einem Einakter-Wettbewerb des Verlages Casa Musicale Sonzogno mit insgesamt 73 Einsendungen. Die Oper wurde innerhalb von zwei Jahren weltweit aufgeführt, was ein bis dahin einmaliger Vorgang in der Operngeschichte war.

Das „Intermezzo“ wird zwischen zwei Szenen der Oper gespielt und will den Geist des Osterfestes wecken. Dieses wunderbare Musikstück ist eine Melodie, die die Fantasie beflügelt und ein melodisches Werk für ein ausgewogenes Konzertprogramm.

Die „Cavalleria Rusticana" wird von Francis Ford Coppola in vielen Bildern und Handlungen des dritten und letzten Teils der Mafia-Trilogie „Der Pate“ zitiert. Das „Intermezzo“ wurde auch für den Spielfilm „Wie ein wilder Stier“ von Martin Scorsese verwendet.

 

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Violinkonzert e-Moll, Opus 64

Bereits im Juli 1838 hatte Mendelssohn seinem Freund, dem Geiger Ferdinand David, angekündigt „Ich möchte Dir wohl auch ein Violinkonzert machen für den nächsten Winter, eines in e-Moll steht mir im Kopf, dessen Anfang mir keine Ruhe lässt.“

Sechs Jahre später, im Jahr 1844 wurde es in Bad Soden vollendet und am 13. März 1845 in Leipzig uraufgeführt mit Ferdinand David als Solist.

Mendelssohn ist ein Liebling des Publikums wie der Virtuosen. Dabei vergisst man leicht, wie viele Neuerungen er in dieses Stück hereinlegte. Etwa die Position der Solokadenz mitten im ersten Satz sowie die Anlage dieses Geigensolos, das wie eine auf vier Saiten reduzierte Orchesterdurchführung wirkt. Dass alle drei Sätze ineinander übergehen ist ebenso originell wie der unprätentiöse Einstieg.

Das Violinkonzert war von Anfang an ein Erfolg und gehört inzwischen zu Mendelssohns populärsten Werken. Im 19. Jahrhundert, an dessen Ende es bereits zu den größten Violinkonzerten der Literatur gezählt wurde, gehörte es zum Repertoire von führenden Solisten wie Ferdinand David, Josef Joachim und Pablo de Sarasate.

„In der glücklichen Vereinigung geadelter Virtuosität und poetischer Bedeutsamkeit des Inhalts ist es bisher nicht überboten worden.”

Arnold Schönberg über Mendelssohns Violinkonzert e-Moll

 

Johann Strauss (Sohn): „Die Fledermaus“, Ouvertüre

Die Operette „Die Fledermaus“ wurde 1874 in Wien im Theater an der Wien uraufgeführt und gilt als Höhepunkt der sogenannten „goldenen Operettenära“.

Johann Strauss soll die Musik zu dieser Operette im Sommer 1873 innerhalb von 42 Tagen in seiner damaligen Wohnung in Wien komponiert haben. Wobei Strauss hauptsächlich der Urheber der Melodien war, die Orchestrierung wurde von Richard Genée ausgeführt. Ein Musikstück aus dem neuen Werk wurde dem Wiener Publikum erstmals im Oktober 1873 vorgestellt: Dies war der Cárdás aus dem zweiten Akt. Dieser und die Ouvertüre sind die einzigen Musikstücke, die vollständig von Strauss komponiert wurden.

Eine besondere Stellung nimmt die Ouvertüre ein, die zu den größten Schöpfungen von Johann Strauss zählt. Sie fasst die zahlreichen musikalischen Höhepunkte des gesamten Werkes zusammen und ist mit ihrer abwechslungsreichen Dynamik auch für das Spitzenorchester immer wieder eine Herausforderung.

Die Operette fand nach ihrer Uraufführung in Wien durchaus Anerkennung bei Publikum und Presse. Bis 1888 folgten weitere 199 Aufführungen. In anderen Städten war allerdings die Aufnahme wesentlich besser, denn in Berlin war sie nach einem erheblich späteren Start über 300 mal aufgeführt worden.

“Die Fledermaus" ist neben dem “Zigeunerbaron” und “Eine Nacht in Venedig” eine der drei berühmtesten Strauss Operetten und zudem eine der wenigen Operetten, die regelmäßig in Opernhäusern aufgeführt werden. Besonders zu Silvester steht sie sehr häufig auf dem Spielplan.

Die erste Aufführung in einem Opernhaus erfolgte 1894 unter dem Dirigat von Gustav Mahler in Hamburg.

 

Johann Strauss (Vater): Radetzky-Marsch, Op. 228

Als sich im Frühjahr die italienischen Untertanen in der Lombardei gegen Österreich erhoben, nahmen jene Ereignisse ihren Lauf, die von General Radetzky, dem Befehlshaber in Mailand, zum beliebtesten Heerführer Habsburgs im 19. Jahrhundert werden ließen. Durch ihn war die Gefahr des Verlustes der italienischen Provinzen abgewehrt und Wien dankte ihm am 31. August 1848 mit einem großen Siegesfest. Als Krönung des Abends wurde der von Johann Strauss (Vater) komponierte Radetzky Marsch uraufgeführt. Dieser Marsch ist ohne Zweifel eine „Jahrhundert-gabe“, dessen Thema wie Pfeffer ins Blut geht. Der “Radetzky-Marsch” ist einer der wenigen Märsche, der im sinfonischen Bereich die Konzertsäle erobert hat.

Die geradezu symbolische Bedeutung dieser Komposition für Österreich-Ungarn symbolisiert sich auch darin, dass der Autor Joseph Roth seinen Roman über den Untergang der Doppelmonarchie “Radetzky Marsch“ nannte.

Der Radetzky-Marsch ist das traditionelle Finale des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker.

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